Sport nach Covid-19: Worauf Sie nach überstandener Krankheit achten sollten

Auch für Sportler/innen ist Covid -19 eine ernstzunehmende Erkrankung. Durch zu raschen Wiedereinstieg ins Training kann eine noch nicht vollständig ausgeheilte Erkrankung zu gefährlichen Komplikationen wie zum Beispiel Vernarbungen an der Lunge oder einer Herzmuskelentzündung führen. Solche Folgen könnten auch das Karriereende bedeuten

 

Nach einer Covid-19-Erkrankung , auch wenn sie symptomfrei waren, ist somit eine umfassende sportkardiologische Untersuchung vor der Rückkehr in den Sport , um ihre Gesundheit und Belastbarkeit bzw die Sporttauglichkeit feststellen zu lassen, dringend empfohlen. 

Unter anderem beinhaltet dies folgende Untersuchungen: Labor, Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie), Ruhe-EKG, Belastungs-EKG (Ergometrie), Spiroergometrie und Herz-Ultraschall Welche Untersuchungen jeweils notwendig sind, wird individuell je nach klinischem Bild und Verlauf entschieden.

 

Wer sich mit einem solchen Befund zu früh wieder körperlich belastet, hat ein stark erhöhtes Risiko für Komplikationen – von Herz-Rhythmusstörungen über Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bis zum plötzlichen Herztod.

So lange sollten Sie mit Sport pausieren

Entwickeln Sie nach einem positiven Covid-19-Test keine Symptome, sollten Sie eine mindestens zweiwöchige Sportpause einlegen. 

Bei Symptomen wie Husten oder Fieber sollten Sie zwei bis eher vier Wochen auf Ihr Training verzichten 

Bei einer Lungenentzündung sollten es mindestens vier Wochen sein. 

Tritt gar eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auf, verlängert sich die Sportpause auf mindestens drei Monate.

Linktipp zu PDF der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin 

Positionspapier „Return to Sport“ als erste Handlungsleitlinie bei der Klärung der Sporttauglichkeit und dem Wiedereinstieg in den Wettkampfsport nach durchgemachter Infektion mit SARS-CoV-2 (Stand: Mai 2020)

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